Haare ölen: Was es Ihrem Haar bringt und wie es richtig geht
Beim Haareölen kommen eine Kopfhautmassage und eine Ölpflege zusammen. Hier lesen Sie, was beides für Ihr Haar tut, welche ayurvedischen Kräuter wichtig sind und wie Sie zu Hause eine richtige Champi machen.

In diesem Ratgeber
Das Haar fühlt sich dünner an als früher, die Spitzen brechen, der Glanz ist verblasst. Das Ölen der Haare ist Indiens älteste Antwort auf alle drei Probleme, und inzwischen untersucht auch die Forschung, warum es wirkt.
Wenn Sie vor der Haarwäsche Öl in die Kopfhaut einmassieren, passieren zwei Dinge gleichzeitig: Die Massage wirkt auf die Haarwurzeln, und das Öl schützt die Längen. Wenn Sie das jede Woche machen, glänzt das Haar ab der ersten Wäsche und fühlt sich in den folgenden Monaten kräftiger und voller an. Dieser Ratgeber erklärt, was das Ölen bewirkt, welche Kräuter wichtig sind und wie es richtig geht.
Das Wichtigste in Kürze
- Beim Haareölen kommen zwei Pflegeschritte zusammen: eine Kopfhautmassage für die Wurzeln und eine Ölpflege für die Längen.
- In einer Studie über 24 Wochen führten vier Minuten Kopfhautmassage am Tag zu dickeren Haaren.
- Kokosöl verringert den Proteinverlust bei der Haarwäsche, also genau den Schaden, der Haare schwach und stumpf macht.
- Für den Anfang reicht einmal pro Woche vor der Wäsche: ein Teelöffel Öl und Ihre Fingerkuppen.
Was bringt es, die Haare zu ölen?
Es erfüllt zwei Aufgaben, und zu beiden gibt es Forschung.
Die Massage wirkt auf die Wurzeln
Druck und Bewegung dehnen die Zellen am Ansatz jedes Haares. In einer Studie waren die Haare nach 24 Wochen mit vier Minuten Massage am Tag messbar dicker.
Das Öl schützt die Längen
Öl umhüllt jedes Haar, schließt Feuchtigkeit ein und sorgt für Glanz. In Labortests verringerte Kokosöl den Proteinverlust der Haare bei der Wäsche.
Die Studie zur Kopfhautmassage in Zahlen
Die Studie erschien 2016 in der Fachzeitschrift Eplasty. Bei neun Männern wurde eine Seite der Kopfhaut täglich vier Minuten lang massiert, die andere blieb zum Vergleich unbehandelt.
- 9 Männer nahmen teil
- 4 Minuten Kopfhautmassage am Tag
- 24 Wochen tägliche Massage
Nach 24 Wochen hatte das durchschnittliche Haar auf der massierten Seite einen Durchmesser von 0,092 mm, zu Beginn waren es 0,085 mm. Es war eine kleine Studie, aber sie ist der Grund, warum die Kopfhautmassage heute ernst genommen wird.
Beim Öl gilt eine Studie von 2003 im Journal of Cosmetic Science als klassische Untersuchung. Von den drei getesteten Ölen war Kokosöl das einzige, das den Proteinverlust der Haare deutlich verringerte, ob es vor oder nach der Wäsche aufgetragen wurde. Proteinverlust macht Haare schwach, rau und stumpf. Haar, das sein Protein behält, behält also auch seine Kraft und seinen Glanz.
Welche Kräuter gehören in ein ayurvedisches Haaröl?
Ein ayurvedisches Haaröl beginnt mit einem Basisöl, oft Sesam- oder Kokosöl, in dem Kräuter angesetzt werden. Diese Namen begegnen Ihnen am häufigsten:
- Bhringraj. Das Kraut, nach dem das Mahabhringraj-Öl benannt ist, das bekannteste ayurvedische Haaröl.
- Amla. Die Indische Stachelbeere, seit Generationen fester Bestandteil der indischen Haarpflege.
- Rosmarin. Das am besten untersuchte Kraut der Gruppe. In einer Studie von 2015 mit 100 Personen mit erblich bedingt dünner werdendem Haar erhöhte Rosmarinöl die Zahl der Haare über sechs Monate ebenso stark wie Minoxidil 2 %, bei weniger Juckreiz auf der Kopfhaut.
- Bockshornklee und Brahmi. Zwei weitere Kräuter der traditionellen Mischungen, meist zusammen mit den anderen zu finden.

Haare ölen: So geht es Schritt für Schritt
In Indien heißt die Kopfmassage mit Öl Champi. Das Wort „Shampoo“ geht auf dieselbe Hindi-Wurzel zurück: champna, „drücken“ oder „massieren“. Als es 1762 zum ersten Mal im Englischen auftauchte, bedeutete es massieren.
- Trocken beginnen, mit einem Teelöffel Das Öl kommt vor der Wäsche auf trockenes, entwirrtes Haar. Etwa ein Teelöffel reicht für die meisten Köpfe. Verwenden Sie es bei Raumtemperatur, direkt aus der Flasche.
- Scheiteln und auftragen Ziehen Sie einen Mittelscheitel und tupfen Sie das Öl mit den Fingerspitzen entlang des Scheitels auf. Ziehen Sie einen Finger breit daneben einen neuen Scheitel und wiederholen Sie das über die ganze Kopfhaut.
- Mit den Fingerkuppen massieren Drücken Sie mit den weichen Fingerkuppen so fest, dass sich die Kopfhaut bewegt. Arbeiten Sie in kleinen Kreisen vom Haaransatz zum Oberkopf, dann an den Seiten und im Nacken. Nehmen Sie sich mindestens vier Minuten Zeit, so lange wie in der Studie.
- Den Rest in die Längen streichen Streichen Sie, was an den Händen übrig ist, durch Längen und Spitzen, wo das Haar am ältesten und trockensten ist.
- Einwirken lassen Zwanzig Minuten bis eine Stunde reichen. Wenn Sie mögen, können Sie es auch über Nacht einwirken lassen.
- Auswaschen Verwenden Sie ein mildes Shampoo und schäumen Sie zweimal auf, wenn sich das Haar noch belegt anfühlt.


Drei Dinge machen den Unterschied: wenig Öl statt einer durchtränkten Kopfhaut, Fingerkuppen statt Nägeln und danach ein lockerer Zopf statt eines festen Dutts.
Wie oft sollten Sie Ihre Haare ölen?
Einmal pro Woche vor der Wäsche ist der traditionelle Rhythmus und ein guter Anfang. Zwei- bis dreimal pro Woche ist auch in Ordnung, solange sich Ihre Kopfhaut dabei wohlfühlt.
Wenn Ihre Kopfhaut schnell fettet oder zu Schuppen neigt, geben Sie das Öl nur in Längen und Spitzen und massieren Sie die Kopfhaut ohne Öl. In der Massagestudie wurde gar kein Öl verwendet. Den Teil, der auf die Wurzeln wirkt, bekommen Sie also trotzdem.
Was unser Haaröl damit zu tun hat
Unser MahaBhringraj-Haaröl ist für genau dieses Ritual gemacht. Bhringraj, Amla, Brahmi und Bockshornklee sind in einer Basis aus Sesam-, Kokos-, Rizinus-, Oliven- und Avocadoöl angesetzt, dazu kommen Rosmarinöl für die Kopfhaut sowie Pfefferminze und Kampfer für ein kühles, frisches Gefühl bei der Massage. Ein Teelöffel reicht für eine Champi. Verwenden Sie es vor der Haarwäsche, ein- bis zweimal pro Woche, für Haar, das glänzender aussieht und sich weicher, kräftiger und voller anfühlt.
Wie lange dauert es, bis das Ölen wirkt?
Zuerst kommt der Glanz. Kraft und Fülle folgen.
- Erste Wäsche Das Haar fühlt sich weicher an und glänzt mehr. Das ist das Öl, das jedes einzelne Haar pflegt.
- Woche 4 bis 12 Haar, das bei der Wäsche weniger Protein verliert, hält mehr aus, und die Längen fühlen sich allmählich kräftiger an. Bleiben Sie beim wöchentlichen Rhythmus.
- Woche 24 Zu diesem Zeitpunkt maß die Massagestudie dickere Haare.
Das Ölen belohnt alle, die dabeibleiben. Vier Minuten, einmal pro Woche: Diese Gewohnheit lässt sich gut durchhalten.
Quellen
- Koyama T, et al. Standardized Scalp Massage Results in Increased Hair Thickness by Inducing Stretching Forces to Dermal Papilla Cells in the Subcutaneous Tissue. Eplasty. 2016;16:e8.
- Rele AS, Mohile RB. Effect of mineral oil, sunflower oil, and coconut oil on prevention of hair damage. Journal of Cosmetic Science. 2003;54(2):175-192.
- Panahi Y, et al. Rosemary oil vs minoxidil 2% for the treatment of androgenetic alopecia: a randomized comparative trial. Skinmed. 2015;13(1):15-21.
- Wesley NO, Talakoub L. Hair oiling: Practices, benefits, and caveats. MDedge Dermatology. September 2020.
- Cleveland Clinic (USA). Hair Oiling: Should You Try It? August 2022.
- American Academy of Dermatology (US-amerikanische Fachgesellschaft für Dermatologie). Do you have hair loss or hair shedding? und Hairstyles that pull can lead to hair loss.
- Merriam-Webster. Shampoo.
Häufige Fragen
Hilft das Ölen der Haare beim Haarwachstum?
Kann ich das Öl über Nacht im Haar lassen?
Wie oft sollte ich meine Haare ölen?
Kann ich meine Haare ölen, wenn ich Schuppen oder eine fettige Kopfhaut habe?
Eignet sich das Ölen auch für feines oder dünnes Haar?
Warum sehe ich nach dem Ölen mehr Haare in der Dusche?
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.



